Prävention

Für eine Kultur der Grenzachtung
 
„Ich werde dich segnen und ein Segen sollst du sein!“ (Gen 12,2)
 
 
Diese Zusage und Aufgabe, die Gott Abraham gibt, gilt ebenso allen Christinnen und Christen. Damit Christinnen und Christen untereinander zum Segen werden können, muss Kirche ein Ort sein, an dem Menschen sicher sind, an dem sie sich wohlfühlen und entwickeln können. Das gilt im Besonderen  für Kinder, Jugendliche und schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene. Alle, die sich bei uns engagieren und alle, die unsere Angebote in Anspruch nehmen, sollen sagen können: „Hier fühle ich mich wohl!“. Um diesem Ziel näher zu kommen, haben wir auf der Basis der diözesanen Regelungen Konzepte und Maßnahmen entwickelt, die wir hier vorstellen.
 

Ansprechpersonen für Prävention sind

  

Désirée Pfahler

Referentin für Prävention und Intervention

Antje Kaminski

Pastoralreferentin | Firmung, Ökumene, Prävention
  

Das institutionelle Schutzkonzept unserer Kirchengemeinde bündelt die Maßnahmen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt in unserer Kirchengemeinde. Es beinhaltet unsere Erkenntnisse aus der Schutz- und Risikoanalyse und die Konsequenzen, die wir daraus gezogen haben. Wir beschreiben im Schutzkonzept, wie wir grenzverletzendes und übergriffiges Handeln vermeiden und wie wir mit Meldungen der Vermutung oder Beobachtung von sexualisierter Gewalt umgehen.
Inhalte sind unter anderem:
  • Thematisierung des Themas im Kontext Personalauswahl und Personalentwicklung
  • Unterschrift der Erklärung zum grenzachtenden Umgang mit Verhaltenskodex
  • Teilnahme an Präventionsschulungen
  • Einsicht in Erweiterte Führungszeugnisse
  • Handlungsleitfäden für die Intervention
  • Ansprechpersonen für Betroffene und externe Anlaufstellen
Die Maßnahmen gelten sowohl für unsere Beschäftigten als auch für ehrenamtlich tätige Personen.
 
Unsere Kindertageseinrichtungen präzisieren die Regelungen des Schutzkonzeptes für ihren Arbeitsbereich.
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Sensibilisieren, hinschauen, schützen
In unserer Präventionsschulung informieren wir über den grenzachtenden Umgang, sensibilisieren für das Thema und stärken die Handlungssicherheit im Umgang mit (vermuteten) Grenzverletzungen. Auch die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten spielt dabei eine wichtige Rolle.
 
Warum sollte ich an einer Schulung teilnehmen?
Der Schutz von Kindern, Jugendlichen und schutzbedürftigen Erwachsenen ist uns als Kirchengemeinde ein zentrales Anliegen. Für Ehrenamtliche, die regelmäßig Kontakt zu diesen Zielgruppen haben (z. B. in der Jugendarbeit oder bei Besuchsdiensten), ist diese Schulung verpflichtend, um einen sicheren Raum für alle zu gewährleisten. Aber auch alle anderen Interessierten, die sich freiwillig weiterbilden und zu einer Kultur der Achtsamkeit in unserer Gemeinde beitragen möchten, sind herzlich willkommen! Jeder Beitrag zählt.
 
Welche Schulung ist die richtige für mich?
Basisschulung (für die erstmalige Teilnahme): Wir bieten hier zwei Ausrichtungen an:
  • Allgemeine Ausrichtung
  • Fokus auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (Ideal für Jugendgruppenleitungen, Katechet:innen, Firmbegleiter:innen, Verantwortliche für Sternsinger-Aktionen, Teams der Kinderkirche o. Ä.
  • Auffrischungsschulung: Diese richtet sich an alle, deren letzte Schulung fünf Jahre oder länger zurückliegt. (Alternativ können Sie zur Auffrischung auch erneut an einer Basisschulung teilnehmen).

Termine & Anmeldung 2026

·     Mittwoch, 24.06.2026 | 19:00 – 22:30 Uhr Basisschulung: Allgemeine Ausrichtung
·     Samstag, 04.07.2026 | 09:30 – 13:15 Uhr Basisschulung: Fokus Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
·     Dienstag, 21.07.2026 | 18:00 – 21:45 Uhr Basisschulung: Fokus Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
·     Donnerstag, 22.10.2026 | 19:00 – 22:30 Uhr Basisschulung: Allgemeine Ausrichtung
·     Samstag, 14.11.2026 | 10:00 – 13:00 Uhr Auffrischungsschulung
 
Veranstaltungsort: Katholischer Pfarrsaal St. Peter Hauptstraße 24 69190 Walldorf
 
Anmeldung über das Pfarrbüro Rauenberg:
📧 E-Mail: pfarramt.rauenberg@kath-letzenberg.de 📞 Tel.: 06222 - 63384
Alle Teilnehmenden erhalten im Anschluss eine Bescheinigung. Ihre Daten werden vertraulich und gemäß den kirchlichen Datenschutzrichtlinien (KDG) nur für die Präventionsarbeit verwendet.
  

Auf der Basis von weltlichem und kirchlichem Recht entscheiden wir, für welches Engagement in unserer Kirchengemeinde ein erweitertes Führungszeugnis notwendig ist. Wir fordern diejenigen, die nach Art, Intensität und Dauer im nahen Kontakt mit anvertrauten Personen stehen, auf, ein erweitertes Führungszeugnis zu beantragen und zur Einsichtnahme vorzulegen. 

Für weitere Informationen zu diesem Thema oder wenn Sie für Ihr ehrenamtliches Engagement ein Führungszeugnis benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an das Pfarramt Rauenberg.
 
Kontakt Pfarrbüro Rauenberg: 📧 E-Mail: pfarramt.rauenberg@kath-letzenberg.de 📞 Tel.: 06222 - 63384
  

Mit der Erklärung zum grenzachtenden Umgang bestätigen Personen, die wir zum Handeln beauftragen, nach einer Unterweisung bzw. Schulung, dass sie sich zum Wohl der anvertrauten Personen verhalten wollen. Die Erklärung zum grenzachtenden Umgang beinhaltet auch unseren Verhaltenskodex. Dieser dient der Orientierung aller Beteiligten: Mitarbeitende, Teilnehmende und Eltern können nachlesen, welche Verhaltensweisen für einen grenzachtenden Umgang erwünscht oder ausgeschlossen sind. Damit wird die Anbahnung von sexuellen Übergriffen erschwert und Personen werden ermutigt, übergriffige Handlungen zu stoppen und ggf. zu melden.
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In unserer Kirchengemeinde ermutigen wir Menschen dazu, sich zu Wort zu melden, wenn sie von Grenzverletzungen, Übergriffen bzw. psychischer, physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen sind oder davon erfahren. 
 
  

In unseren Ferienfreizeiten, Aktionen und Gruppenstunden für Kinder und Jugendliche arbeiten wir mit den Rechtepässen für Kinder und vermitteln wichtige Botschaften der Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Unter anderem mit Hilfe von Wimmelbildern sprechen wir mit Kindern und Jugendlichen über grenzachtende und grenzverletzende Situationen.
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Informationen und Materialien der Erzdiözese Freiburg

Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt
Wir in der Erzdiözese Freiburg haben aus der Vergangenheit gelernt, und das schon seit Jahren: Die Verbrechen der sexualisierten Gewalt und deren Vertuschung dürfen sich nicht wiederholen. Deshalb unternehmen wir alles Menschenmögliche, um Kirche zu einem sicheren Raum für alle zu machen. Zugleich stellt sich die Erzdiözese ihrer Vergangenheit und arbeitet die früheren Fehler auf. Wir stehen an der Seite der Betroffenen. Hier erhalten Sie alle Informationen zum Umgang mit sexualisierter Gewalt, Hilfsangeboten und zur Aufarbeitung.