The Spirit of summer
26. Juli 2026
St. Aegidius St. Ilgen
 
[akgk] Draußen flimmerte die Sommerhitze bei weit über 30 Grad Celsius, ein kräftiger Wind zog über den Kirchplatz – fast so, als würde der Heilige Geist bereits die Besucher auf das Konzert einstimmen. Im Inneren der katholischen Kirche St. Aegidius herrschte dagegen wohltuende Kühle. Doch musikalisch entwickelte sich der Abend zu einem wahren Feuerwerk: Mit dem Konzert „The Spirit of Summer“ entfachte der Chor „The Spirit“ eine mitreißende Klangfülle, die das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute begeisterte.
Schon lange vor Konzertbeginn füllten sich die Kirchenbänke. Jeder Sitzplatz war besetzt, und selbst im hinteren Bereich mussten zahlreiche Besucher stehen, um das Konzert erleben zu können. Eine solch voll besetzte Kirche würde sich wohl jeder Pfarrer auch für den sonntäglichen Gottesdienst wünschen. Doch an diesem Abend war das Konzert selbst ein Gottesdienst – einer, der nicht nur mit Worten, sondern vor allem mit Musik von Hoffnung, Glauben und Gemeinschaft erzählte.
Mit viel Liebe hatte Chorleiterin Melanie Jäger-Gubelius das abwechslungsreiche Programm zusammengestellt und den Chor hervorragend vorbereitet. Unter ihrer musikalischen Leitung überzeugten die Sängerinnen und Sänger mit beeindruckender Stimmkraft, präziser Intonation und rhythmischer Sicherheit. Dabei begeisterte der Chor nicht allein mit kraftvollen Gospelklängen, sondern ebenso mit feinen, leisen und berührenden Momenten, die den Zuhörern unter die Haut gingen.
Charmant und informativ führte Johannes Wegenkittel durch den Abend. Mit kurzen Erläuterungen zu den einzelnen Werken schuf er den passenden Rahmen und erleichterte den Zuhörern den Zugang zu den unterschiedlichen musikalischen Welten.
Bereits der Auftakt setzte ein eindrucksvolles Zeichen. Während die Frauen in strahlendem Weiß und die Männer in weißen Hemden und schwarzen Hosen feierlich in die Kirche einzogen, stimmte Angela Hepp als Solistin das Spiritual „I'm Gonna Sing“ an. Der Chor antwortete kraftvoll – ein bewegender musikalischer Dialog, der sofort Gänsehaut erzeugte und den Geist der Spirituals eindrucksvoll lebendig werden ließ.
Das Konzert war eine besondere musikalische Reise. Besonders bei den Spirituals war die Geschichte ihrer Entstehung beinahe greifbar. Man glaubte die Mühen der Baumwollfelder und zugleich die Hoffnung und den unerschütterlichen Glauben der Menschen förmlich zu spüren. Doch das Repertoire reichte weit darüber hinaus: Spirituals und Gospel trafen auf Neues Geistliches Lied, Jazz, Chanson und afrikanische Musik – eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Mischung, die dennoch wie aus einem Guss wirkte.
Maßgeblichen Anteil am Erfolg des Abends hatte auch die Band, bestehend aus Mitgliedern und Freunden der Band „Spurensuche“ aus St. Leon-Rot die den Chor mit großer musikalischer Sensibilität begleitete und zugleich immer wieder eigene Akzente setzte. Christoph Rehorst überzeugte an den Tasten mit feinfühligem wie virtuosem Spiel. Die Rhythmusgruppe mit Aaron Farinas am Schlagzeug und Dennis Oswald am Bass sorgte für den richtigen Groove, während Thomas Groß-Bölting an der Gitarre harmonische Wärme beisteuerte. Besonders poetische Klangfarben setzte Johanna Berlinger, deren Querflöte mit ihren hellen Tönen Vogelgesang in die Kirche zauberte.
Einen besonderen Glanzpunkt setzte Solistin Angela Hepp. Mit ihrer ausdrucksstarken Interpretation von „In This Very Room“ berührte sie die Zuhörer tief. Ebenso eindrucksvoll gelang ihr „You'll Never Walk Alone“, das weit über seine Bekanntheit als Hymne des FC Liverpool hinausreicht und ursprünglich aus dem Broadway-Musical Carousel von 1945 stammt. Mit großer Leidenschaft und stimmlicher Wärme verlieh sie diesem Klassiker eine ganz eigene Intensität.
Auch bekannte Titel wie „Und wer dich liebt“ oder „Somebody's Knocking at Your Door“, das die Zuhörer daran erinnerte, auf Gottes Anklopfen im eigenen Herzen zu hören, wurden eindrucksvoll dargeboten. Einen besonderen Kontrast bildete George Gershwins „Summertime“. Anders als in den bekannten jazzigen Interpretationen erklang das ursprünglich als Schlaflied komponierte Werk in einer zurückgenommenen, beinahe schwebenden Fassung, die ihre ganze Schönheit in den leisen Tönen entfaltete.
Mit „Let Us Break Bread“ erinnerte der Chor an das Heilige Abendmahl, bevor die musikalische Reise nach Frankreich führte. Dort erklang „Aux Champs-Élysées“ als liebevoll gestaltetes Duett zweier Verliebter - mit Chorsolist Christoph Hagelweide neben Angela Hepp, getragen vom charmanten „Da-ba-da-ba-dam“ des Chores, das dem Lied eine besondere Leichtigkeit verlieh.
Von Paris ging es schließlich nach Afrika. Mit den Liedern „Keleya“ und „Chineke“ sprang der Funke endgültig auf das Publikum über. Rhythmus, Lebensfreude und Temperament erfüllten die Kirche. Die Zuhörer klatschten begeistert mit und ließen sich von den afrikanischen Klängen mitreißen. Für einige Minuten schien der Geist Afrikas in St.Ilgen zu Hause zu sein.
Zum Abschluss kehrte das Konzert musikalisch nach Amerika zurück. Mit dem kraftvollen „Praise the Lord – Alleluja“ setzte der Chor einen fulminanten Schlusspunkt unter einen außergewöhnlichen Konzertabend. Tosender Applaus, Standing Ovations und lautstarke Zugaberufe waren der verdiente Lohn.
Bevor die Zugabe erklang, bedankten sich die Verantwortlichen bei allen Mitwirkenden. Gemeinsam mit dem Publikum wurde ein Sommersegen gesprochen – ein stiller, besinnlicher Moment, der noch einmal deutlich machte, dass dieser Abend weit mehr gewesen war als ein gewöhnliches Konzert.
Mit der Zugabe „Top of the World“, die der Chor komplett auswendig und mit sichtbarer Freude präsentierte, endete ein Konzert voller Wärme, Begeisterung und musikalischer Qualität.
„The Spirit of Summer“ war weit mehr als eine Aneinanderreihung schöner Lieder. Es war eine Reise durch Kontinente und Kulturen, durch Glauben und Hoffnung, durch leise Besinnlichkeit und mitreißende Lebensfreude. Chorleiterin Melanie Jäger-Gubelius, der Chor „The Spirit“, die Band „Spurensuche“ sowie alle Solisten schenkten ihrem Publikum einen Abend voller Emotionen, musikalischer Exzellenz und menschlicher Wärme – einen Sommerabend, der den Zuhörern mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Einen klitzekleinen Live-Mitschnitt finden Sie hier: https://youtu.be/H2lfX1rXMw8
 
Konzerte in St. Ilgen und Bingen am Rhein
Ereignisreiche und intensive Wochen liegen hinter dem Chor „The Spirit“: So wurden nicht nur die Erstkommuniongottesdienste in Nußloch und Gauangelloch musikalisch umrahmt, sondern auch ein Vorabendgottesdienst in der Heidelberger Thoraxklinik, was sich mittlerweile zu einer jährlich wiederkehrenden und liebgewonnenen Tradition entwickelt hat. Den Höhepunkt bildete aber das Konzert „Every Time I Feel The Spirit“, das am 19. Mai 2019 in der St. Aegidius-Kirche in St. Ilgen stattfand.
Dass sich der von Melanie Jäger-Gubelius geleitete Chor inzwischen weit über die Grenzen unserer Seelsorgeeinheit hinaus einen sehr guten Ruf erworben hat, zeigte sich schon an der bis zum letzten Platz gefüllten Kirche – und die Erwartungen der Zuhörer sollten nicht enttäuscht werden.
 
 
Der Einzug wurde passend zum Chornamen mit dem Spiritual „Ev’ry time I feel the spirit“ gestaltet, gefolgt von den sowohl textlich als auch musikalisch sehr eingängigen Stücken „Ich geh entschieden“, „Gut genug“ und „Alle Dinge dieser Welt“. Mit diversen Chorsoli und insbesondere dem eindrucksvollen Stück „Colours of the wind“ drückte auch die Sopranistin Agnese Buchauer dem Konzert ihren Stempel auf, ehe es mit „Set me as a seal“, „Über Mauern“, „Wohin sonst“, „Let us talents“, „Father“, „Sing to the Lord a new song“ und „Angels watching over me“ weiterging. Über das gesamte Konzert hinweg wurden immer wieder zum Nachdenken anregende Texte eingestreut, beispielsweise das Gedicht „Ars longa“ von Hilde Domin oder der Sonnengesang des Heiligen Franziskus.
 

Quelle: Markus Arndt

Mit dem Duett „You’ll never walk alone” gaben Agnese Buchauer (Sopran) und Melanie Jäger-Gubelius (Mezzosopran) einen Vorgeschmack auf ihren gemein­samen Liederabend, der am 14. Juli 2019 um 17:00 Uhr an gleicher Stelle stattfinden wird, dann begleitet vom Streichquartett der Kurpfalzphilharmonie und von Fred Rensch an der Orgel.
Im Anschluss demonstrierte „The Spirit“, dass er nicht nur geistliches, sondern auch weltliches Liedgut hervorragend umzusetzen weiss: Die Zuhörer durften „Tonight“ von Leonard Bernstein, die lautmalerische Volksweise „Kuckuck, Kuckuck“ und das bekannte „Aux Champs-Elysées“ genießen. Heinrich Müller übernahm in seiner unnachahmlichen und charmanten Art die schöne Aufgabe, im Namen des Chores sowohl der Leiterin Melanie Jäger-Gubelius als auch den nicht wegzudenkenden Verstärkungen Agnese Buchauer (Sopran), Johannes Merkle (Keyboard) und Mario Kopetschek (Percussion) sowie allen Zuhörern herzlich zu danken.
Letztere wurden dann beim „Calypso“ zum Mitmachen animiert, so dass es zum Abschluss des Konzerts im wahrsten Sinne des Wortes niemanden mehr auf den Sitzen hielt und der Chor mit begeistertem Applaus verabschiedet wurde.
 
Damit hatten sich die 25 Sängerinnen und Sänger aus der gesamten Seelsorgeeinheit etwas Entspannung verdient, und so stand am darauf­folgenden Sonntag, dem 26. Mai 2019, ein Chorausflug auf dem Programm. Nach dem Reisesegen ging es mit dem Bus nach Bingen am Rhein und dort auch gleich auf den Rhein, wo man vom Schiff aus wunderschöne Natur und beeindruckende Burgen bewun­dern konnte. Gestärkt mit italieni­schen Köstlichkeiten und von der Sonne verwöhnt, wurde es dann jedoch wieder ernst: Das Einsingen zum Monatskonzert „Songs of The Spirit“ der evangelischen Johanneskirchengemeinde stand an. Vor Konzertbeginn wurden Chor und Begleiter noch mit Kaffee und Kuchen verwöhnt, ehe sich dann auch die Konzertbesucher in Bingen vom „Spirit“ anstecken und begeistern ließen.
 
Doch nach dem Konzert ist vor dem Konzert – und so wird „The Spirit“ wieder im Kerwegottesdienst in Nußloch am 8. September 2019 zu hören sein und sich auch an dem Konzertprojekt der Seelsorgeeinheit „Große Meister – Große Werke“, das am 3. November 2019 in Leimen aufgeführt werden wird, beteiligen. Begeisterte Sängerinnen und Sänger sind übrigens nach wie vor eingeladen diesen Projektchor stimmlich zu unterstützen, insbesondere wenn es sich um Bässe oder Tenöre handelt. (MAr)
 

Ein begeisterndes Konzert lieferte The Spirit am 16.7.2017

Bericht zum Konzert „Songs of The Spirit“ am 16. Juli 2017
 
Wer es am Sonntag, den 16. Juli 2017 versäumt hat, um 17:00 Uhr die St. Aegidius-Kirche zu kommen, hat ein grandioses Konzerterlebnis verpasst.
Wie die Chorleiterin Melanie Jäger-Gubelius eingangs erklärte, stand das Konzert von „The Spirit“ ganz im Zeichen der Ökumene und ganz im Sinne des Chornamens - „Der Geist Gottes verbindet alle Christen untereinander“.
Der Chor „The Spirit“ sang sehr eindrucksvoll moderne neugeistliche Lieder, u.a. auch aus dem Luther-Pop-Oratorium, bei welchem der Chor Anfang des Jahres in der SAP-Arena Mannheim mitgewirkt hatte. Die mehrfachen chorsolistischen Einlagen von Victoria Müller (Sopran) und Andreas Wehle (Tenor) harmonierten vortrefflich mit dem Gesamtchor und ließen aufhorchen.
Die Solopartien, sehr einfühlsam gesungen von Agnese Buchauer, gingen buchstäblich unter die Haut. Beeindruckend war besonders die Variabilität ihrer Stimme; kennt man sie doch bisher nur als klassische Sängerin, konnte Sie diesmal mit einer perfekt harmonierenden Pop-Stimme überzeugen.
Einzelne Chormitglieder trugen immer wieder Texte vor und schufen so eine Verbindung zu den Liedern und regten zum Nachdenken an.
Begleitet wurde der Chor - sehr harmonisch abgestimmt - von einer eigens zusammengestellten Band, bestehend aus Keyboard (Johannes Kohlmann), Gitarre (Krzysztof Golonka), Querflöte (Johanna Berlinger) und Percussion (Jürgen Herb, Carola Pittroff).
Die hervorragenden Darbietungen sowohl der Solistin als auch des Chores sowie der Band unter der Gesamtleitung von Melanie Jäger-Gubelius wurden zum Schluss mit minutenlangem stehenden Applaus in der vollbesetzten Kirche gewürdigt und natürlich durfte das Konzert nicht ohne Zugabe zu Ende gehen. 
BB
 
 
The Spirit sang im Luther-Musical in der SAP-Arena Mannheim
Bereits ein dreiviertel Jahr vorher begannen die Proben für dieses Projekt in unserem Chor The Spirit unter der Leitung von Melanie Jäger-Gubelius. Eine erste gemeinsame Regionalprobe fand am 8. Oktober in der Christuskirche Mannheim statt, wo wir den humorvollen Chordirigenten Maurice Croissant kennenlernten, der zusammen mit Achim Plagge alle Stimmen exakt im Griff hatte. Eine weitere Hauptprobe war Ende Januar in Ludwigshafen, wo wir mit den anderen 2200 Sängerinnen und Sängern neben den Liedern auch schon unsere Choreografie einstudierten. 
 Am 11. Februar trafen sich dann endlich alle Chöre bereits mittags mit den Musikern des Orchesters und der Band, sowie den hervorragenden Solisten zur Generalprobe in der SAP-Arena. Es war ein beeindruckendes Erlebnis mit so vielen Musikern in der ausverkauften SAP-Arena Mannheim vor über 10.000 Zuschauern zu singen. Dies wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. 
Weitere Infos über das Musical Luther und die Aufführung in Mannheim erfahren Sie unter www.luther-oratorium.de
Zu unserem nächsten Konzert-Projekt „Best of Spirit“ mit modernem geistlichem Liedgut laden wir Sie aus der ganzen SE herzlich zum Mitsingen ein. Wir proben dafür jeden Donnerstag um 20:15 Uhr im Sancta Maria.
Melanie Jäger-Gubelius