Das Leben der Mutter Jesu in zahlreichen Facetten –
Marienlieder in St. Aegidius, St. Ilgen
Chorkonzert "Marienbilder"
Beeindruckend der Einzug der Sängerinnen und Sänger in den Altarraum der Aegidius-Kirche, die Kirchenchöre St.Ilgen-Leimen, Sandhausen und die Schola Vocalis.
Überraschend für die Kirchenbesucher bildeten die Sängerinnen der Schola zwei Reihen im Mittelgang durch die die Chorleiterin Melanie Jäger-Gubelius zum Chor hindurch schritt.
Überraschend für die Kirchenbesucher bildeten die Sängerinnen der Schola zwei Reihen im Mittelgang durch die die Chorleiterin Melanie Jäger-Gubelius zum Chor hindurch schritt.
Diese zwei Reihen der Schola Vocalis eröffneten das Konzert, a capella und im ruhigen fast mystischen Klang der Gregorianik, sangen sie das „Ave Maria“ und eröffnete damit den großen Reigen der Marienlieder.

Von vielen großen Dichtern und Komponisten wurde dieses Leben seit Jahrhunderten dichterisch und musikalisch umgesetzt, wie z.B. im „O Maria sei gegrüßt“ von Max Reger.
Nicht einfach war die Koordination zwischen den Musikern auf der Empore und den Sängern vor der Apsis, aber ideal wie Co-Dirigentin Petra Klemme auf der Empore die beiden „Sphären“ vereinte.
Nicht nur die Geige von Vincent Skiba und die Orgel durch Michael A. Müller erklangen von „Oben“ und bereicherten das Konzert. Besonders gefreut hatten sich viele Zuhörer auf ein ganz
besonderes Wiederhören mit der Sopranistin Agnese Buchauer, die schon lange bei Konzerten vermisst wurde, da sie sich aus privaten Gründen zurückgezogen hat. Sie sang eindrucksvolle Soli, von Orgel oder Geige begleitet, so u.A. mehrere „Ave Maria“ verschiedener Komponisten.

Weitere Stücke neuer geistlicher Lieder erklangen außer von John Rutter auch von Alan Wilson, Andrew Carter und auch dem Österreicher Alfred Hochedlinger.
Sehr emotional wurde und wird es bei Liedern in denen die Mutter Jesu um Hilfe angefleht wird, wie beispielsweise beim „Hilferuf“ von Karl Kempter, bei „Mutter der Schmerzen“ von K.-H. Weber-Müllenbach und beim Stabat Mater (der schmerzerfüllten Mutter am Kreuz) hier von Zoltan Kodály.
Gemeinsam gehuldigt wurde der in den Himmel aufgenommenen Gottesmutter und Himmelskönigin mit dem Lied „Gegrüßet seist du Königin“ (W. Gövert), bei dem der Chorsopran die Überstimme sang.
Den Kreis wieder schließen durften die Sängerinnen der Schola Vocalis, die den Reigen der Marienlieder abrundeten, mit „Ave Regina caelorum“ einem zweiten gregorianischen Stück, in ruhiger meditativer Stimmung.
Der begeisterte Schluss-Applaus der Konzertbesucher galt wohl auch der herausragenden Leistung der Dirigentin Melanie Jäger-Gubelius die in vielen Singstunden aus drei unterschiedlichen Kirchen-Chören einen harmonischen Klangkörper geschaffen und mit Solisten zu einem außergewöhnlichen Konzert arrangiert hat.
Marianne Kaehler


