Wer am Sonntag in der wunderschönen alten Kirche von St. Ilgen zum Harfenkonzert gekommen war, der erfuhr, weshalb die Engel im Himmel als Harfenspieler in der Malerei vieler Jahrhunderte dargestellt werden.
Man hatte das Gefühl: Ein schöneres Instrument kann es nicht geben, einfach eben himmlisch.
Und unsere Kirchenmusikerin und Organisatorin der Kirchenmusiken durfte zwei wunderbare Künstlerinnen willkommen heißen.
Zwei Harfen nebeneinander, gespielt vom Duo Cordiolante verzauberten die zahlreichen Zuhörer.
Eva- Maria Brendl studierte Harfe an der Hochschule für Musik in Stuttgart, erwarb dort ihr Diplom und darauf folgte eine internationale Konzerttätigkeit. Heute widmet sie sich eher der Kammermusik und ist Jury- Mitglied einer Internationalen Akademie.
Flora- Babette Clade studierte Harfe an den Musikhochschulen Karlsruhe und Mannheim und war dann viele Jahre in der pädagogischen Ausbildung junger Harfinisten tätig. Sie hat Engagements, die sie durch ganz Europa führen.
Das sorgfältig ausgewählte Programm des 90 minütigen Konzertabends vermittelte einen Hochgenuss, zauberhafter Interpretationen verschiedenster Kompositionen vor allem der Literatur des 19. Jahrhunderts, darunter Cesar Frank, Gabriel Faure und Claude Debussy. Konzerte für Harfe sind häufig Werke von Harfenisten, so auch unbekanntere Meisterwerke wie z. B. von Jean-Baptiste Krumpholz erfreuten Ohr, Auge und Herz der Zuhörer. Gerade auch das persönlich tragische Schicksal des Komponisten - vorgetragen in den Einführungen zu den Stücken durch die Künstlerinnen selbst- führte auf eine emotionale Reise.
Das Publikum spendete begeisterten Beifall und es war ein besonderes Erlebnis, die Harfe so nah zu erleben, zumal die Künstlerinnen interessierten Zuhörern nach dem Konzert noch den Aufbau des nach Des-Dur gestimmten Saiteninstrumentes erklärten.