kfd Rot: Bericht Vortrag Menschen mit Demenz wertschätzend begleiten
Am Montag, 04.05.2026, hatte die kfd Rot zum Thema „Menschen mit Demenz wertschätzend begleiten“ ins Pfarrheim eingeladen. Referentin war die Demenzexpertin Karin Kircher.
Sie verstand es ausgezeichnet, ihren Vortrag durch praktische Beispiele und kurze Filmsequenzen abwechslungsreich und lebendig zu gestalten.
Frau Kircher begann ihre Ausführungen mit dem Satz: „Ein Herz wird nicht dement.“
Was erlebt ein Mensch, der an Demenz erkrankt ist?
Er erleidet Verluste an Erinnerung, Merkfähigkeit und Orientierung, vor allem in einer fremden Umgebung. Oft kommt es zu Wortfindungsstörungen und die Planungskompetenz bei Alltagsaktivitäten geht verloren.
Reaktionen sind beim Demenzkranken dann Unsicherheit, Verwirrung, Verzweiflung, Angst, Rückzug oder Wut.
Wie können wir diese Menschen erreichen, ohne sie zu überfordern oder zu verletzen? Welche Haltung hilft, Nähe und Vertrauen aufzubauen?
Wichtig ist, dass die Begleiter Wertschätzung und Akzeptanz für die dementen Menschen aufbringen.
Die Einzigartigkeit und Würde der Person muss gewahrt bleiben.
Ein freundlicher, respektvoller Umgang, Wohlwollen, Zugewandtheit und Aufmerksamkeit
geben der dementen Person Sicherheit.
Als Brücke zu dementen Menschen stellte Frau Kircher dann die Validation vor. Validation ist eine Kommunikationsmethode für Demenzkranke, die deren Gefühle anerkennt statt sie zu korrigieren. Durch berührende Videos wurde deutlich, welche Verhaltensweisen hilfreich sind und welche Fehler man vermeiden sollte.
An Beispielen zeigte Frau Kircher abschließend die Grundregeln für die Kommunikati on mit dementen Menschen auf:
Zunächst ist es wesentlich, Kontakt zu den Menschen aufzunehmen, sie mit Namen anzusprechen. Es muss auf Augenhöhe kommuniziert werden. Körpernähe zu schaffen ist von großer Bedeutung, ebenso ein freundliches Gesicht und der Tonfall. Begleiter sollen langsam sprechen un d kurze, einfache Sätze benutzen. Es ist hilfreich, Aussagen zu wiederholen und das Gesprochene durch Gestik zu unterstützen. Ganz wichtig ist es, demente Personen an Entscheidungen zu beteiligen: Möchtest du ..? Unter Anleitung soll man sie dann Aktivitäten selbst ausführen lassen.
Nach dem Vortrag hatten die Besucher noch Gelegenheit, Fragen zu stellen, die Frau Kircher umfassend und kompetent beantwortete. Am Ende der Veranstaltung bedankte sich die zweite Vorsitzende der kfd Rot Cornelia Schnader-Prax ganz herzlich bei Frau Kircher für den sehr informativen und kurzweiligen Vortrag. (CS)