29.04.2026 |
Kooperator Eklou erzählte von Kultur und Alltag seiner Heimat
Der Vortrag bot eine lebendige, bildhafte Reise durch Togo – Herkunft, Kultur und Alltag – und regte zu Vertiefung und Austausch über das vielseitige westafrikanische Land an.
Am Senioren-Treff Aktiv am 28. April präsentierte Kooperator Eklou eindrucksvoll sein Heimatland Togo im Pfarrsaal St. Leon nach dem gemeinsam in der Kirche gefeierten Gottesdienst. Mit anschaulichen Bildern und lebendiger Präsentation führte er die Senioren durch eine Reise von Lomé, der Hauptstadt, bis in seinen Heimatort Kpalimé, wo seine Wurzeln spürbar werden. Anfangs griff er die Bedeutung der Namenwahl Togo auf: To- als Flussanteil und Go- als Ufer ein Ewe-Wort, womit Kooperator Eklou die enge Verbindung zur Land- und Flusslandschaft herstellte. Wer eine Reise nach Togo in Westafrika plant, muss die 5.100 km Entfernung von Deutschland durch einem 8-stündigen Flugzeit antreten.
Sprachlich stellte er dar, dass Ewe seine Muttersprache ist, ergänzt durch Englisch und Französisch. Es gibt insgesamt über 30 Sprachen im Land, die die kulturelle Vielfalt spiegeln. Das Hauptthema des Vortrags war ganzheitlich: Geschichte, Land, Landschaft, Landwirtschaft, Verkehrsmittel, Bevölkerung, Essen, Tiere, Traditionen, Kleidung, Schmuck und der Erhalt ursprünglicher Kultur. Er hob Trommeln als meist genutztes Musikinstrument, das Marktleben, die Unterschiede zwischen Land und Stadt sowie religiöse Überzeugungen hervor.
Zu den religiösen Gegebenheiten erklärte Eklou, dass rund 25% der Bevölkerung römisch-katholisch sind. Es gibt in Togo keine Kirchensteuer. Stattdessen wird in der Messe durch zwei Kollekten gesammelt: eine für die Priester und eine für die Gemeindearbeit. Eindrucksvoll zeigte er auch Bilder seines Heimatortes, darunter ein Foto der Feier seiner Primiz, das symbolisch die Verwurzelung und die Gemeinschaft sichtbar machte.
Ein Highlight des Vortrags war die bildliche Darstellung des täglichen Lebens: traditionelle Kleidung, Schmuck, Speisen und landwirtschaftliche Praktiken. Kooperator Eklou zeigte auf, wie Traditionen bewahrt bleiben. Er stelle die typisch afrikanischen lebendigen Märkte und deren geschäftiges Treiben vor. Die Darstellung der Tiere und der Verkehrsmittel, speziell die häufigen Motorräder, gab einen realistischen Eindruck des Alltags in Togo wieder.
Besonders eindrucksvoll war die Einordnung: Am 27. April 2026 jährt sich in Togo zum 66. Mal die Unabhängigkeit von der Kolonialherrschaft – eine historische Perspektive, die der Referent in den Vortrag einfließen ließ. Insgesamt bot der Vortrag eine lebendige, bildhafte Reise durch Togo – Herkunft, Kultur und Alltag – und regte zu Vertiefung und Austausch über das vielseitige westafrikanische Land an.