Gewinner für das Pfarrzentrum in Wiesloch steht fest

18.03.2026 | Architekturbüros Wandel Lorch Götze Wach aus Saarbrücken/Frankfurt a. M.

Der geplante Neubau neben St. Laurentius steht für die christliche Botschaft von Offenheit, Nähe und Hoffnung. Am 15. März wurde der Entwurf im Gemeindesaal in Wiesloch präsentiert.

Die von insgesamt fünf Architekturbüros eingereichten Arbeiten wurden zuvor von einer dafür einberufenen Jury mit Blick auf die Qualität der Architektur und des gestalterischen Konzeptes sowie Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit intensiv diskutiert und beurteilt. Man erwartete sowohl städtebaulich überzeugende als auch funktional realisierbare Lösungsvorschläge, um eine fundierte Grundlage für die weiteren Planungen und die Umsetzung des Bauvorhabens zu schaffen. 
 
Das zum Adenauerplatz hin geöffnete Foyer überzeugte
 
Der Jury-Vorsitzende Armin Schäfer (AAg Architekten Heidelberg) erläuterte die Aufgabenstellung, die Zielsetzung und die Empfehlung des Preisgerichts anhand von Entwürfen und Modellen der Wettbewerbsteilnehmer. Der Siegerentwurf des Architekturbüros Wandel Lorch Götze Wach aus Saarbrücken/Frankfurt a. M. wurde von Wolfgang Lorch präsentiert. Diese Arbeit überzeugte die Jury insbesondere durch die Idee, den zentralen Gemeindebereich mit Foyer, Saal und Inklusionscafé schwellenlos auf der Ebene des Adenauerplatzes zu platzieren. Damit wurde der in der Präambel der Auslobung formulierte Leitgedanke, den Empfangsbereich als „Zeichen der Gastfreundschaft und der Zugehörigkeit“ zur Öffentlichkeit hin zu öffnen, konsequent umgesetzt. Darüber hinaus waren ein Verwaltungsbereich mit dem Sitz der neuen Kirchengemeinde, multifunktionale Räume für die kirchlichen Gruppierungen und den pastoralen Bereich sowie ein Veranstaltungssaal, ein separater Jugendbereich sowie spirituelle Räume und Außenanlagen bei den Planungen zu berücksichtigen. Die bisherigen Mieter aus dem sozialen Bereich (Caritasverband, Tafel Wiesloch e.V., BIWU, BÜTZ) werden in dem neuen Gebäude ebenfalls ein neues Zuhause finden. Im „Gelben Haus“ sollen eine Pfarrerwohnung für zwei Seelsorger sowie ergänzende Funktionen des neuen Pfarrzentrums (Sakristei, Treffpunkt für Ministranten) entstehen. Neben der Erfüllung funktionaler Anforderungen waren Barrierefreiheit, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit sowie flexible Nutzungsmöglichkeiten weitere verbindliche Vorgaben der Ausschreibung. Zudem wurde Wert auf die Übernahme von prägenden Elementen der Kirche Heilige Dreifaltigkeit gelegt.
 
  
Das neue Pfarrzentrum vom Adenauerplatz aus gesehen. Im Foyer rechts bekommt das Inklusionscafé seinen Platz. © Wandel Lorch Götze Wach
Das neue Pfarrzentrum und der Garten mit Jugendbereich von der Kreuzung Friedrichstraße-Bergstraße aus betrachtet. © Wandel Lorch Götze Wach
Der Garten hinter dem Pfarrzentrum mit Jugendbereich im Glashaus.  © Wandel Lorch Götze Wach
Der Vorsitzende des Preisgerichts Armin Schäfer, Architekt Wolfgang Lorch und Pfarrer Bernhard Pawelzik mit dem siegreichen Entwurf des Architektenwettbewerbs zum Neubau des katholischen Pfarrzentrums in Wiesloch. © M. Kleinjans
v.l.: Wolfgang Lorch (Wandel Lorch Götze Wach), Pfarrer Bernhard Pawelzik, Armin Schäfer (Jury-Vorsitzender), Daniela Coßmann und Ulrich Baader (Kirchengemeinde Wiesloch) © M. Kleinjans
 
 
Ein soziales und spirituelles Wirkungszentrum entsteht
 
Bernhard Pawelzik, leitender Pfarrer der neuen Kirchengemeinde, freut sich auf die Weiterentwicklung und Umsetzung des Entwurfs: „Mit der erfolgreichen Durchführung des Architektenwettbewerbs ist die Kirchengemeinde einen weiteren Schritt zur Verwirklichung des neuen Pfarrzentrums vorangekommen. Mit einem Neubau auf dem Gelände rund um die St. Laurentiuskirche soll ein zukunftsfähiges und spirituell wie sozial wirksames Zentrum entstehen, das die christliche Botschaft von Offenheit, Nähe und Hoffnung widerspiegelt.“  Sein besonderer Dank gilt, neben den Wettbewerbsteilnehmern und Jurymitgliedern, den Verantwortlichen der Kirchengemeinde und allen Vertreterinnen und Vertretern der kirchlichen Gruppen, der Mieter und der Bürgerschaft, die sich im Rahmen des Visionsprozesses zur Vorbereitung des Wettbewerbs engagiert haben.
 
Die Pläne sind in St. Laurentius ausgestellt
 
Interessierte, die an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten, haben vom 17. bis zum 31. März die Gelegenheit, die Pläne der am Wettbewerb beteiligten Architekturbüros täglich von 9 bis 17 Uhr in der Laurentiuskirche in Augenschein zu nehmen, um sich ein Bild davon zu machen, wie ein Neubau aussehen könnte.
 
Michael Kleinjans