Vom 14.-16.06.2024 war eine Gruppe Firmanden aus dem Gebiet unserer neuen Pfarrei im Rahmen ihres Firmprojekts auf dem Pilgerweg "Open End" nach Rom unterwegs.
Angekommen am Startpunkt der 3. Etappe um 19 Uhr in Oberkirch mit vollbepackten Rucksäcken und gutem Schuhwerk, machten wir uns auf die Suche nach der Jakobsmuschel, dem Wegzeichen für den Jakobsweg. Schon bald wartete eine kurze Pause auf uns, in der wir mit einem Pilgerspruch gesegnet wurden und einen Bibelvers erhielten, der uns auf unserem Weg begleitete. Nun musste aber ordentlich das Tempo angezogen werden, denn das Eröffnungsspiel der EM Deutschland gegen Schottland ließ nicht auf sich warten. So begaben wir fünf uns auf den Weg in das acht Kilometer entfernte Durbach. Als wir dort um 22 Uhr endlich ankamen, erhaschten wir einen Blick auf einen Fernseher in einer Kneipe und es stand 3:0 für Deutschland. Was für eine Freude! Doch schnell kamen die Gedanken an die kommende Nacht auf. Wo sollten wir schlafen? Werden wir eine für das Wetter geeignete Unterkunft finden? Gott führte uns auf einen 50. Geburtstag, auf dem wir mit Getränken und Kuchen beschenkt wurden. Danach ging es für uns auf den Rat des „Geburtstagskinds“ weiter auf den Festplatz unter das Festzelt, das glücklicherweise vom vergangenen Weinfest noch aufgebaut war, und es hieß Isomatten und Schlafsack ausbreiten und Kraft tanken für die morgige Etappe.

Dankbar fielen wir müde auf unsere Isomatten und traten am nächsten Morgen gut erholt erneut unseren Fußmarsch an. Nach vielen Umwegen, häufigem Verlaufen, unzähligen Schnakenstichen und schmerzenden Füßen sowie Schultern erreichten wir kaputt aber zufrieden und stolz auf uns selbst den Bahnhof in Lahr. Dort ließen wir den zurückgelegten Pilgerweg der letzten drei Tage Revue passieren und freuten uns während der Zugfahrt nach Hause einfach nur noch auf eine Dusche und unser eigenes Bett.
Es waren drei schöne Tage, in der die Firmlinge viel Gastfreundschaft, Offenheit und Dankbarkeit erleben durften. Auch wuchsen sie über sich selbst hinaus, in dem sie mit vielen fremden Menschen ins Gespräch kamen, Hilfe annahmen und wortwörtlich bis an ihre Grenzen liefen. Erfüllt und dankbar für all die schönen Erfahrungen, Begegnungen und Gottes Führung sind alle am Sonntagabend wieder heile zurückgekehrt.
Katharina Predmerski, Lukas Bender (Verantwortliche für das Firmprojekt)