Orgel Malsch

Zur Beschreibung der Weise-/Göckel-Orgel in St. Juliana Malsch wurden die Quellen aus Organindex, Wikipedia und GEBDAS mitverwendet.
 
Orgelbauer: Michael Weise Orgelbau
Baujahr: 1974
Umbauten: 1988 Umintonation und Umdisponierung durch Karl Göckel
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: elektrisch
Registeranzahl: 22
Manuale: 2 C-g3
Pedal: 1 C-f1
Spielhilfen, Koppeln: II/I, I/P, II/P, 2 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination, Pleno,
Zungenabsteller
Disposition seit 1988:
I Hauptwerk
II Schwellpositiv
Pedal
Prinzipal 8'
Harfenprinzipal 8'
Holzgedackt 8'
 
Rohrgedackt 8'
Oktave 4'
Subbass 16'
Gambe 8'
Rohrflöte 4'
Oktavbass 8'
Oktave 4'
Nasat 22/3'
Gemshorn 8'
Querflöte 4'
Hohlflöte 2'
Oktave 4'
Superoktave 2'
Terz 13/5'
Mixtur 3f 2'
Mixtur 4f 1 1/3'
Mixtur 4f 1'
Posaune 8'
Cornett 4f 4'
Tremulant
 
 
St. Juliana, Malsch – Orgel Seite 1 von 2 Version 1.0Bibliographie
Literatur: Orgelführer Rhein-Neckar-Kreis, Eigenverlag Rhein-Neckar-Kreis
2001
Beschreibung in Wikipedia:
Das Orgelgehäuse wurde 1811 von Johann Jacob Weinmar gebaut. Die Orgel selbst erbaute 1974
Michael Weise. 1988 wurde sie von Karl Göckel umgebaut und neuintoniert. Das Instrument hat 22
Register auf zwei Manualen und Pedal.
Hinweis:
Das historische Gehäuse alleine wäre für die Orgel zu klein bzw. zu knapp gewesen.
Deshalb wurde dahinter noch ein neues Gehäuse gebaut.
Die Werkaufteilung lautet:
• historisches Gehäuse: Hauptwerk unten und darüber das Schwellwerk
• neues Gehäuse: Windversorgung unten und darüber das Pedalwerk
Der Spieltisch ist freistehend nahe bei der Emporenbrüstung mit Blickrichtung zum Gehäuse hin.
In GEDBAS steht unter Weinmar:
Typisch für alle Weinmar-Orgeln sind die Prospekte, die von der Mitte nach außen abgetreppt mit
wechselnder Turmfolge gestaltet sind (siehe auch die Weinmar-Orgel in der Marienkirche
Effringen).
Das trifft auch für diesen Prospekt hier in Malsch zu. Die Ähnlichkeit mit dem Weinmar-Gehäuse
in der ev. Stadtkirche Altensteig ist hier gut ersichtlich.
Informationen über die Orgel aus der alten Martinskirche in Zeutern, aus der das Gehäuse stammt,
habe ich nicht gefunden.
Die Familie Weinmar baute im Raum Bondorf (Schwarzwald/Gäu) bis in die Gegend um Bad
Liebenzell. Vereinzelt baute sie auch bis in den Raum Heilbronn bzw. den Raum Heidenheim.
Hinweis:
Das Orgelgehäuse, die Emporenbrüstung, die Kanzel sowie die Altäre wurden von der alten
Martinskirche aus Zeutern beim Wiederaufbau der Kirche in Malsch 1974 übernommen.
Die alte Martinskirche in Zeutern war bereits profaniert. Die nachträglich eingebauten Barockteile
(siehe oben) wurden wieder entfernt. Sie wurde verkleinert und in gotischer Form als weltlicher
Raum der Gemeinde für Konzerte, Ausstellungen, etc. umgebaut. Dabei wurden auch gotische
Fresken und Gemälde freigelegt und restauriert.